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Heuschrecken gehören zur Gruppe der Hemimetabola, den Insekten mit einer unvollständigen Verwandlung, d. h., sie entwickeln sich aus dem Ei über verschiedene Larvenstadien direkt zum ausgewachsenen Insekt, ohne Puppenstadium. Heuschrecken können sich krabbelnd, hüpfend und im Erwachsenenstadium auch fliegend fortbewegen. Wanderheuschrecken werden schon mit der „ägyptischen Plage“ in der Bibel im Buch Moses (Exodus) beschrieben. Aus Südafrika ist einer der größten Wanderheuschrecken-Schwärme im Jahr 1784 beschrieben. Damals sollen 300 Milliarden Heuschrecken ca. 3000 qkm Land bedeckt und täglich 600.000 Tonnen Pflanzen gefressen haben. In Spanien und Portugal findet man vereinzelt die Ägyptische Wanderheuschrecke Anacridium aegyptium, außerdem im Mittelmeerraum die Europäische Wanderheuschrecke Locusta migratoria. In Deutschland sind 4 Heuschreckenarten bereits ausgestorben. Auf der „Roten Liste“ stehen 13 Arten unter „vom Aussterben bedroht“, 7 Arten unter „stark gefährdet“ und 13 Arten unter „gefährdet“. Die Rotflügelige Ödlandschrecke Oedipoda germanica ist in Deutschland vom Aussterben bedroht, die Blauflügelige Ödlandschrecke Oedipoda caerulescens ist gefährdet. Der „Gesang“ der einzelnen Heuschreckenarten ist sehr unterschiedlich und wird auf verschiedene Weise erzeugt. Zur Lauterzeugung heben fast alle Langfühlerschrecken die Vorderflügel leicht an und reiben sie aneinander. Dabei streicht die quer gerippte „Schrillleiste“ an der Oberflügel-Unterseite über die „Schrillkante“ auf dem unteren Flügel. Die Kurzfühlerschrecken dagegen haben div. andere Methoden entwickelt: Feldheuschrecken z. B. streichen zur Lauterzeugung die verzahnten Hinterschenkel über die Flügel und Knarrschrecken reiben nur die Kauflächen der Mandibeln aneinander. Ernährung: Kurzfühlerschrecken und Sichelschrecken sind reine Pflanzenfresser. Die meisten Caelifera ernähren sich nur von Gräsern. Viele Laubheuschrecken fressen sowohl Pflanzen als auch Insekten, z. B. Blattläuse und Raupen. Die großen Laubheuschrecken, z. B. das Grüne Heupferd Tettigonia viridissima, fressen vermutlich n u r Insekten. Das gilt auch für die viel geschmähte und verfolgte Maulwurfsgrille Gryllotalpa gryllotalpa, die bevorzugt Insektenlarven frisst, z. B. Engerlinge und Eulenraupen, und inzwischen auf der „Roten Liste“ steht. Unter den Feldgrillen Gryllus campestris findet man in Portugal eine ganz besondere, höchst seltene Grille Sciobia lusitanica forma boscai (siehe Foto).

Heuschrecken

Heuschrecke, Portugal.<br />
Alle Fotos: Otto Hahn
Heuschrecke, Portugal.
Alle Fotos: Otto Hahn
Wanderheuschrecke, Larve
Wanderheuschrecke, Larve
Wanderheuschrecke, Larve
Wanderheuschrecke, Larve
Heupferd (Tettigoniidae), Portugal
Heupferd (Tettigoniidae), Portugal
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Heupferd (Tettigoniinae), Portugal.
Feldgrille (Gryllus campestris).<br />
Bild-Nr.: 335-148
Feldgrille (Gryllus campestris).
Bild-Nr.: 335-148
Feldgrille (Gryllus campestris).<br />
Bild-Nr.: 335-149
Feldgrille (Gryllus campestris).
Bild-Nr.: 335-149
Sciobia lusitanica forma boscai.<br />
Bild-Nr.: 335-150
Sciobia lusitanica forma boscai.
Bild-Nr.: 335-150
Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa).<br />
Bild-Nr.: 335-151
Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa).
Bild-Nr.: 335-151