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Wasserinsekten leben entweder nur im Larvenstadium (z. B. Köcherfliegenlarven) oder den überwiegenden Teil ihres Lebens im Wasser. Der Gelbrandkäfer (bis zu 3,5 cm) Dytiscus marginalis ist ein Schwimmkäfer, der in Tümpeln und Teichen mit dichter Wasservegetation lebt. Sowohl der Käfer als auch seine Larven sind gute Schwimmer und gefräßige Räuber. Sie ernähren sich von Kaulquappen, kleinen Fischen und den Larven von Wasserinsekten. Gelbrandkäfer-Larven fressen auch die Larven ihrer eigenen Art. Der Gelbrandkäfer führt seinen Luftvorrat unter den Flügeldecken mit sich. Ist dieser aufgebraucht, schwimmt er zur Wasseroberfläche, streckt sein Hinterteil aus dem Wasser und „tankt“ neue Luft. Wenn die Nahrungsvorräte im Wohngewässer zu Ende gehen, fliegt der Gelbrandkäfer nachts zu einem neuen Gewässer. Eine sehr ähnliche Lebensweise führt der Große Kolbenwasserkäfer Hydrous piceus. Mit einer Körperlänge von bis zu 4,5 cm ist er der größte Schwimmkäfer. Er ist überwiegend Pflanzenfresser. Seine Larven dagegen ernähren sich von Wassertieren. Der Wasserskorpion Nepa cinerea, Syn. Nepa rubra (Familie Skorpionswanzen Nepidae) bewohnt stehende und fließende Gewässer. Seine Nahrung besteht aus Kaulquappen, kleinen Fischen Wasserinsekten und Wasserflöhen. Er sitzt regungslos auf Pflanzen und lauert, bis Nahrungstiere in seine Nähe kommen. Dann klappt er seine Fangarme blitzschnell zu, hält das Beutetier fest, sticht es mit dem Rüssel an und saugt es aus. Der Wasserskorpion hat einen flachen, 17-25 mm langen Körper und eine ca. 10 mm lange Atemröhre. Er sitzt Kopf unter so an Pflanzenteilen, dass die Atemröhre ca. 1-2 mm über die Wasseroberfläche ragt. Fortpflanzung: Paarung im Frühjahr. An verfaulte Pflanzenteile werden die Eier abgelegt. Diese haben meist sieben Atemfortsätze, die aus den Pflanzenstängeln herausragen und die Eier mit Sauerstoff versorgen. Die ausschlüpfenden Larven müssen sich fünfmal häuten, bis sie erwachsen sind. Aus eigener Beobachtung weiß ich, dass manche Wasserskorpione fliegen können. Sie fliegen aber sehr selten und meist nur dann, wenn man sie in Gefangenschaft in einem relativ kleinen Aquarium hält. Die Stabwanze Ranatra linearis, eine Wanze Heteroptera aus der Familie der Skorpionswanzen Nepidae ist neben dem Wasserskorpion der einzige Vertreter in Mitteleuropa. Stabwanzen leben ebenso räuberisch unter Wasser wie der Wasserskorpion, können bestens schwimmen und bei entsprechenden Temperaturen gut fliegen. Dazu setzen sie sich auf eine Wasserpflanze über dem Wasser, lassen sich in der Sonne trocknen und fliegen weg (siehe Foto!). Stabwanzen sind sehr schlanke Insekten (Körperlänge 30-40 mm). Unter Wasser atmen sie mit dem langen Atemrohr, das immer über die Wasseroberfläche hinausragt. Der Rückenschwimmer Notonecta glauca schwimmt immer mit dem Rücken nach unten. Seine Atemluft wird überwiegend in zwei Rinnen an der Bauchseite gespeichert, was dem Wasserinsekt Auftrieb gibt und in der Rückenlage hält. Rückenschwimmer können sich mit ihren kräftigen Hinterbeinen im Wasser rudernd fortbewegen. Sie können auch gut fliegen, sobald ihre Flügel abgetrocknet sind. Nahrung: Div. Wassertiere, die sie bewältigen können. Rückenschwimmer können empfindlich stechen, deshalb nennt man sie auch „Wasserbienen“. Wasserläufer Gerridae bewohnen sowohl stehende Gewässer als auch die Stillwasserzonen von langsam fließenden Bächen. Die Härchen an den Füßen (Tarsen) der langen Beine ermöglichen es diesen Insekten, sich mittels der Oberflächenspannung auf der Wasseroberfläche zu bewegen. Wasserläufer ernähren sich von allerlei Insekten, die ins Wasser gefallen sind.

Wasserinsekten