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Auf der Erde kennt man etwa 120 Meteoritenkrater. Einer davon ist das Nördlinger Ries mit einem Durchmesser von 25 km. Er entstand vor rund 14,8 Millionen Jahren, als ein ca. 800 bis 1.200 m großer  Himmelskörper, der vermutlich  aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars- und Jupiterbahn kam,  die Lufthülle der Erde durchschlug und mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 20 bis 60 km pro Sekunde zwischen der Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb in die Erde einschlug. Dabei wurde eine Energie freigesetzt, die der Sprengkraft von 250.000 Hiroshima-Bomben entspricht. Eine 30.000 Grad C heiße Glutwelle verbreitete sich mit Überschallgeschwindigkeit über das Land und vernichtete alles Leben im Umkreis von ca. 100 km. Damals herrschte im Einschlagsgebiet ein subtropisches Klima (ohne „menschgemachtes“ CO2), in dem  heute längst ausgestorbene Tiere die Ebenen bevölkerten, z. B. das giraffenähnliche Aepycamelus, das kuhgroße Schwein Archaotherium, Flusspferde, Nashörner und Krokodile. Als der Asteroid in die Erdatmosphäre eintrat, teilte er sich in viele Stücke, von denen die kleineren verglühten. Ein zweiter großer Brocken schlug 40 km vor dem Ries ein und bildete den  4 km  großen Krater von Steinheim, das Steinheimer Becken. 

Im August 1970 waren vier amerikanische Mondastronauten (von Apollo 14 und Apollo 17) zu einem geologischen Feldtraining im Nördlinger Ries. Das so genannte „field training“ absolvierten die Astronauten in den Steinbrüchen des Nördlinger Rieskraters. Die Fotos zeigen die Astronauten im Steinbruch bei Otting und bei der Pressekonferenz in einem Steinbruch bei Nördlingen-Holheim. Die vier Astronauten im Nördlinger Ries waren: Edgar D. Mitchell, Eugene A. Cernan, Alan Shepard (der erste Amerikaner im All) und Joe Engle. Fotos: Otto Hahn

Mondastronauten und das Nördlinger Ries

Mond-Astronauten Alan Shepard (li.) und Edgar Mitchell im Steinbruch Otting, August 1970.
Mond-Astronauten Alan Shepard (li.) und Edgar Mitchell im Steinbruch Otting, August 1970.